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Iodid vermindert die Schädigung menschlicher Bindehautzellen durch UV-Licht

 

 

O. Schmut, G. Rieger*, R. Winkler*, J. Horwath-Winter,

H. Spitzenberger und G. Trummer

 

 

Universitäts-Augenklinik Graz und *Paracelsus-Gesellschaft Bad Hall

 

 

Problemstellung: Durch die umweltbedingte Verringerung der Ozonkonzentration in der Stratosphäre gelangt intensive UV-Strahlung an die Erdoberfläche. Durch diese UV-Licht-Belastung kommt es am vorderen Augenabschnitt zu verschiedenen Erkrankungen. Auch die Entstehung des trockenen Auges wird unter anderem auf verstärkte Belastung mit UV-Strahlen zurückgeführt. Deshalb werden Substanzen gesucht, die den negativen Einfluss von UV-Licht auf das Auge vermindern

 

Methoden:     Menschliche Bindehautfibroblasten in Kultur mit und ohne Iodid-Zusatz.

                        UV-B Licht (312 nm, 30 mJ / cm2).

            MTT-Test zur Messung der Mitochondrienaktivität und Zellvitalität

 

Ergebnisse: Der MTT-Test zeigt, dass durch Iodid-Zusatz vor der Bestrahlung mit UV-Licht die Mitochondrienaktivität und die Überlebensrate der menschlichen Bindehautzellen nach UV-Licht-Bestrahlung im Vergleich zur Kontrolle ohne Iodid signifikant erhöht werden können.


 


Schlussfolgerung: Menschliche Bindehautzellen können durch Iodid vor UV-Strahlung geschützt werden. Dies wäre eine Erklärung, warum Besprühungen, Augenbäder und Iontophorese mit Iodsole, wie sie bei Kurbehandlungen in Bad Hall (Oberösterreich) durchgeführt werden, einen positiven Einfluss auf das äußere Auge, insbesondere auch beim trockenen Auge ausüben. Der Zusatz von Iodid zu Tränenersatzmitteln kann überlegt werden